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Teil 1.: Bei Muskelkater weitertrainieren?
Teil 2.: Zwei Stunden nach dem Sport nichts essen?
Teil 3.: Muskulatur dehnen oder nicht dehnen?
 
 

Teil 1. Berühmte Fitness-Irrtümer: "Bei Muskelkater am Besten weiter trainieren"

 

Muskelkater entsteht durch winzige Verletzungen in den Muskelfasern, zum Beispiel durch die Überlastung eines (bisher) untrainierten Muskels. Trainiert man trotz Muskelkater weiter, kann das Gewebe unter Umständen vernarben und sogar auf Dauer geschädigt werden bzw. bleiben.

Aber gerade für ehemalige Sportmuffel oder Trainingseinsteiger ist Muskelkater - selbst bei relativ wenig Bewegung in den ersten Trainingseinheiten - ganz normal. Bei Muskelkater schaden 2 Tage Ruhe sicher nicht. Danach kann man guten Gewissens weitertrainiert werden.

Immer schön daran denken: in der Ruhe liegt die Kraft. Die Ruhe bedeutet hier freilich nicht das bloße Nichtstun. Es gibt keinen einzigen, riesigen Schritt, der den gewünschten Effekt erzielen kann – es sind eine Unmenge kleiner Schritte. Und nur die führen langfristig zum Erfolg!

Teil 2. Berühmte Fitness-Irrtümer: "Man sollte 2 Stunden nach dem Sport gar nichts essen"

 

Erst Gas geben, abrackern und dann hungern? ...das muss wirklich nicht sein. Grund für diesen Mythos ist, dass die Fettverbrennung des Körpers noch etwa 2 Stunden nach dem Training sozusagen auf Hochtouren läuft. Das stimmt zwar, aber daran ändert sich allerdings nichts, wenn Sie in dieser Zeit etwas zu sich nehmen.

Gerade die beim Sport verloren gegangene Flüssigkeitsmenge sollte relativ zeitnah dem Körper wieder zugeführt werden. Vorteilhaft sind kalorienarme, ggf. isotonische Getränke. Aber selbst ein schlichter Mix aus etwa 0,5 liter Leitungswasser mit einer halben Prise Salz, ein Quentchen Haushaltszucker und der Saft einer halben Zitrone ist für Freizeitsportler bestens geeignet.

Teure Sport-Snacks aus dem Fitness-Studio? Eine kleine Banane tut auch ihr Bestes. Sie hilft eventuelle Hungergefühle (oder ggf. eine leichte Unterzuckerung nach hartem Workout) nach dem Training sinnvoll, günstig und effektiv zu beseitigen.

Auf zu fettreiche Lebensmittel und zuviel Kohlenhydrate (v.a. Einfachzucker) sollte man als Freizeitsportler nach dem Training generell verzichten. Schließlich will man die verlorenen Kalorien nicht gleich wieder anfuttern… weitere gute Tipps und Ratschläge gibt Ihnen ein(e) qualifizierter(e) Ernährungsberater(in). Die Website des Verbandes österreichischer Ernährungswissenschaftler hat eine sehr gute Suchfunktion, damit Sie schnell Ihren Experten finden: veoe.org

Teil 3. Berühmte Fitness-Irrtümer: "Muskulatur vorm Sport immer zuerst kräftig dehnen"

 

Sollte man die Muskulatur dehnen (sog. „Stretching“)? Im Allgemeinen ist Dehnen sogar ein Muss, vor dem Sport sollteen Sie allerdings besser nicht oder ggf. nur ganz ganz leicht Ihre Muskeln dehnen. Aber warum eigentlich?

Gedehnte Muskeln werden zwar viel besser durchblutet. Hierdurch kommt mehr Sauerstoff ins Gewebe, die Muskeln werden folglich geschmeidiger und regenerieren sich viel schneller. Sehnen und Bänder bleiben durch Stretching elastisch und verkürzen sich nicht.

Kalte Muskeln werden allerdings durch das Dehnen strapaziert, dabei kann es zu ärgerlichen und schmerzhaften Verletzungen kommen. Deshalb sollte am Anfang eines jeden sportlichen Betätigung das Aufwärmen (sog. „Warm-Up“) stehen. Erst danach sollten die Muskeln gedehnt werden.


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